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Rolf Schmolling M.A., Jahrgang 1965, studierte Neuere Geschichte und Soziologie an der Technischen Universität Berlin und dem University College Cork, Irland, sowie Kulturwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin. Studienschwerpunkte bildeten Wirtschafts- und Sozialgeschichte, insbesondere der NS-Zeit.

Thema seiner Magisterarbeit war eine vergleichende Untersuchung zweier KZ-Außenlager für den Siemens-Konzern – des KZ-Außenlagers Haselhorst in Berlin-Siemensstadt und des „Siemenslagers“ in Ravensbrück –, die beide in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs eingerichtet wurden.

Gegenwärtig erforscht er mit seinem Dissertationsprojekt zur „Zwangsarbeit von Konzentrationslagerhäftlingen in der deutschen Elektroindustrie – Genese und Durchführung von KZ-Zwangsarbeitseinsätzen im Siemens-Konzern“ (Betreuer Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann, TU Berlin) die Integration extrem unfreier Arbeitskräfte in moderne Industriebetriebe. Von 1999 bis 2002 war er Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin.

Rolf Schmolling war einer der OrganisatorInnen des „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager“ in den Jahren 2000 in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und 2002 in Hustedt in der Nähe der Gedenkstätte Bergen-Belsen, der jungen ForscherInnen ein Forum für den aktiven Austausch über aktuelle Forschungsvorhaben und
–Ergebnisse bietet.

Neben seiner Forschungsarbeit ist er im Gedenkstättenbereich tätig. Dazu gehörten die regelmäßige Übernahme von Führungen durch die ständige Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin, auf dem Prinz-Albrecht-Gelände sowie die Betreuung und wissenschaftliche Begleitung von Internationalen Workcamps und Arbeitsgemeinschaften von Schülern in den Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen.

Er wirkte an den Ausstellungen „Von der Erinnerung zum Monument – Die Entstehung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen“ (Gedenkstätte Sachsenhausen) „1945 Berlin – Eine Dokumentation“ (Topographie des Terrors) und „Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück“ (Gedenkstätte Ravensbrück) mit.

Zuletzt war er bei der Gestaltung und Umsetzung der neuen Dauerausstellung „Zeitspuren: Das Konzentrationslager Neuengamme 1938-1945“ der KZ-Gedenkstätte Neuengamme beschäftigt.

Rolf Schmolling ist verheiratet und hat einen Sohn.